Kulturboden Lage
Anfang Juni 2007 eröffnete Artisa-Inhaberin Barbara Seelig im Dachgeschoss des historischen Mendorff’schen Hauses ihren „Kulturboden“ als Ausstellungsforum für Künstler und Künstlerinnen aus der Region.
Ingrid Hoffmann, gelernte Einzelhandelskauffrau, ist als Autodidaktin eine völlig eigenständige Künstlerin. Die Lemgoer Malerin ist vor 20 Jahren durch einen Workshop bei Annely Delker zur Aquarellmalerei gekommen. Die weitere Teilnahme an verschiedenen VHS- bzw. Kunstkursen erweiterte sowohl ihr handwerkliches Können wie auch ihre künstlerische Ausdrucksfähigkeit. Ein Kurs bei der Schwalenberger Malerin Anni Halgmann lehrte sie die Pigmentmalerei, bei der farbige Pulver mit Leim vermischt und anschließend auf die Leinwand aufgetragen werden.
Ingrid Hoffmann lässt sich durch die Farben der Natur inspirieren: „Farben beeindrucken mich unheimlich stark.“ Als Ergebnis entstehen Bilder von starker Farbintensität. Materialien wie Gaze, Holz und Zeitungsschnipsel lässt sie gerne in ihre Werke einfließen, so dass sich Collagen bzw. Materialbilder ergeben, die die Experimentierfreudigkeit der Künstlerin verdeutlichen. Konsequenterweise malt Ingrid Hoffmann kaum gegenständlich; ihre Bilder nennt sie „abstrakte Landschaften“, die sich durch Formen, Farben und Flächen auszeichnen.
Gisela Ruthenberg stellt auf dem Kulturboden Bilder aus, die zwar ausschließlich Hunde darstellen, die sich aber nur vordergründig mit diesen Vierbeinern beschäftigen. Denn es geht der studierten Kunstgeschichtlerin und Psychologin weniger bzw. gar nicht um realistisch-naturalistische Tierportraits, sondern um die Übertragung typisierter menschlicher Wesenszüge auf den Hund bzw. um die Vermenschlichung der Vierbeiner. Sieht man den Ruthenbergschen Hunden ins Gesicht, kann man sich im Rückschluss ein gutes Bild von der Gemütsverfassung ihrer Besitzer machen: der Hund als Seelenspiegel von Herrchen und Frauchen.
Gisela Ruthenberg ist Mitglied im Lippischen Künstlerbund und beteiligt sich seit zehn Jahren regelmäßig an Gemeinschaftsausstellung lippischer Künstler im Robert Kopeke-Haus in Schwalenberg. In Lage stellte sie öffentlich letztmals 1998 im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Die Lippischen Künstler-Tage“ im Bürgerhaus aus. Gisela Ruthenbergs jüngste Kunstprojekte waren im Jahr 2006 Beteiligungen an den Ausstellungen „MoZARTfrauen“ im Theater in Detmold und „LKB-Jahresausstellung“ im Schloss Brake sowie die Gestaltung einer Leineweber-Skulptur in Bielefeld. Im Jahr 2007 war sie auf der jüngst beendeten LKB-Jubiläumsausstellung im Landesmuseum Detmold vertreten.
Jüngste der drei Ausstellenden ist Natali Kleinschmidt, die vor sechs Jahren ein Tanz- sowie ein Kunst- und Designstudium in Moskau erfolgreich abschloss. In der russischen Hauptstadt präsentierte sie auf mehreren Ausstellungen ihre Werke, darunter auch Plakatentwürfe.


