Musikburg Sternberg

 

Die Burg Sternberg liegt im nordlippischen Bergland an der Westgrenze der Großgemeinde Extertal auf einem Vorsprung des Dörenberges. Der Sternberg, auf dem die Burg liegt, ist 315 Meter hoch und erlaubt einen Blick über das Lipperland bis zum Teutoburger Wald.
Der Weg von der Burg Sternberg zur Musikburg Sternberg dauerte ungefähr 700 Jahre und soll im Folgenden skizziert werden.
Erbaut wurde die Burg Sternberg wahrscheinlich um 1240. Sie ist ein Produkt der Sternberger Grafschaft, welche die Burg als Hauptsitz nutzte. Ein erster Nachweis von einem Sternberger Wappen (Urkundesiegel) und dem ersten namentlich bekannten Grafen, Heinrich I. von Sternberg, stammt aus dem Jahre 1252. Im Jahre 1266 wurde die Burg Sternberg erstmalig urkundlich erwähnt.
Im 14. Jahrhundert erfuhr die Burg ihre erste Verpfändung (1370 -1404) an Schaumburg. Seit 1405 ist die Burg in lippischen Händen. Die Burg Sternberg, die von ihrer urkundlich erwähnten Zerstörung 1444 gerade neu aufgebaut worden war, blieb in der Böhmezeit erhalten. Im 16. Jahrhundert überließ Graf Bernhard VIII. zur Lippe (1527 - 63) die Sternberger Ämter (Schieder, Barntrup, Schwalenberg und Sternberg) seinem Bruder Graf Herrmann Simon von Pyrmont (1532 -76). Graf Simon residierte auf Schloß Pyrmont und Burg Coppenbrügge und nutzte die Burg Sternberg als Ort der Feier für viele Gäste. Im dreißigjährigen Krieg bezog 1632 ein General mit seinen Soldaten Quartier. Im Jahre 1636 wurde die Burg beschossen, und in den Jahren 1648/49 lebten zwei Grafen zur Lippe (Johann Bernhard und Hermann Adolph) zusammen auf der Burg.
Im 18. und 19. Jahrhundert gab es Instandsetzungen und Bauarbeiten auf der Burg, und im 20. Jahrhundert (1920/21) richtete man eine Jugendherberge in der Amtsstube ein. In den Jahren 1939 bis 1945 wurde die Burg Sternberg als Bräuteschule, als Kriegsgefangenenlager und als Luftwaffenersatzteillager genutzt.


Musikburg Sternberg e.V. und Gastronomiebetrieb Burgcafé
Sternberger Strasse 52

32699 Extertal

Sabine Turnbull und Matthias Carl
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