Stiftung Standortsicherung

 
Um die Zukunft des (Wirtschafts-) Standorts Lippe zu sichern, gilt es, neue Möglichkeiten und Wege zu suchen, um die Region nachhaltig zu fördern und voranzubringen. Der Kreis Lippe hat hierzu die Wirtschaftsförderung neu definiert. Besonderes Augenmerk gilt der Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Förderung dieser Bereiche obliegt der Stiftung Standortsicherung, mit deren Gründung der Kreis Lippe Neuland betreten hat. Die Stiftung ist die erste in Nordrhein-Westfalen, die mit einer solchen Struktur von einer kommunalen Gebietskörperschaft gegründet wurde.
Neue Handlungsfelder

Die klassischen Handlungsfelder der Wirtschaftsförderung erstrecken sich auf die Vermarktung von Gewerbeflächen, Unterstützung in Genehmigungsverfahren und Beratung über Fördermöglichkeiten. Diese Aufgaben werden in der Regel in enger Kooperation von den Städten und Gemeinden vor Ort und den Kammern wahrgenommen. Daneben gewinnen aber auch zunehmend Handlungsfelder an Bedeutung, die an Standortfaktoren wie Innovation, Technologietransfer, Humankapital sowie dem regionalen Bekanntheitsgrad und Image anknüpfen. Sie tragen ebenso dazu bei, die Attraktivität und damit den jeweiligen Wirtschaftsstandort zu verbessern. Der Kreis Lippe hat dieser Entwicklung mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung Standortsicherung im Juli 2001 Rechnung getragen.

Stiftungszweck ist die Förderung der

- Bildung (Aus-, Fort- und Weiterbildung),
- Wissenschaft und Forschung in ihrer Praxisorientierung und
- Kultur

zur Standortsicherung und -entwicklung im Kreis Lippe.

Um den Stiftungszweck zu erfüllen, greift die Stiftung zum einen auf die Erträge aus ihrem Stiftungsvermögen zurück. Zum anderen ist sie jedoch auch auf die Mithilfe der Lipper angewiesen, die z. B. durch Geldspenden, Zustiftungen oder Schenkungen ihren Beitrag für die Zukunftssicherung Lippes leisten können.

Grundsätze der Stiftungsarbeit


Die Stiftung ist vorwiegend fördernd tätig: Das heißt sie reagiert auf externe Anregungen und Projektvorschläge, die als Förderanträge eingehen. Allerdings will sie auch selbst Impulse setzen und Projekte anregen, die in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen weiterentwickelt und realisiert werden. Die geförderten Vorhaben sollen modellhaften, innovativen Charakter haben und möglichst übertragbar auf andere Bereiche sein. Die Stiftung will eine Anschub- und keine Dauerfinanzierung geben. Der zeitliche Rahmen für einzelne Projektpartnerschaften ist deshalb auf maximal fünf Jahre begrenzt, um die Stiftungsmittel nicht auf Dauer zu binden, was den gewünschten Innovationsschub und die nötige Flexibilität blockieren würde.

Aktuelle Förderprojekte


Konkret fördert die Stiftung in den drei Aktionsfeldern folgende Projekte. So wird im Bereich Bildung das Felix-Fechenbach-Berufskolleg, Abteilung Metalltechnik bei der Beschaffung einer 5-achsigen 3D CNC-Fräsmaschine unterstützt. Des weiteren entsteht im Projekt RegioNet-OWL durch Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in OWL eines der größten Bildungsnetzwerke in Deutschland. Auch dieses Projekt wird von der Stiftung unterstützt. Mit Hilfe der Stiftung kann ab dem nächsten Jahr . für einen begrenzten Zeitraum . an den lippischen Berufskollegs zusammen mit Unternehmen und weiteren Partnern eine betriebliche Vollausbildung angeboten werden, um so möglichst allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können. Die Regionalvermarktung von Brot und Backwaren fördert die Stiftung durch eine Schulungsoffensive der Bäcker und ihrer Fachkräfte.

Im Förderbereich Wissenschaft und Forschung konnte die Stiftung Erfolge mit der Gründung des Instituts für den Mittelstand in Lippe (IML) und der Einrichtung einer Professur für Feinsystemtechnik an der FH Lippe und Höxter verzeichnen. Der Fachbereich Architektur und Innenarchitektur der FH Lippe und Höxter erhält Finanzmittel für die Einrichtung weiterer CAD-Arbeitsplätze. Das Projekt zur "Entwicklung einer Gesundheits- und Wellnessregion Lippe" des Instituts für Freizeitwissenschaft und Kulturarbeit e.V. (IFKA) wird zu Beginn des nächsten Jahres starten.

Im Kulturbereich werden in Kooperation die Hochschule für Musik und das Detmolder Sommertheater unterstützt. Mit dem Lippischen Landesmuseum arbeitet die Stiftung bei dem Projekt .Burgen in Lippe" zusammen. Der Kulturtourismus in Lippe soll weiter gestärkt werden durch das Literatur- und Musikfest "Wege durch das Land", die Lemgoer Internationalen Orgeltage, eine Erlebniswelt Renaissance; Projekte, bei denen die Stiftung bei der Realisierung hilft.

Zukünftig wird sich die Stiftung verstärkt dem Thema Strukturwandel, insbesondere der Stärkung des Gründungspotenzials und der Wirtschaftskompetenzen an Schulen widmen. Darüber hinaus werden die Themen Berufswahlorientierung und Weiterbildung in KMUs im Mittelpunkt stehen.
    

Ansprechpartner


Dr. A. Heinrike Heil
Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe
Felix-Fechenbach-Str. 5
32756 Detmold
fon 05231 62-598
fax 05231 62-2748
www.lippeimpuls.de

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