Wanderbekleidung

Was nehme ich mit auf meiner Wanderung? Diese Frage stellen sich bestimmt einige Leute vor der Wanderung. Man sollte stets – egal, ob kurze oder lange Wanderung – gut ausgerüstet sein. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Kleidungsstücke, die Sie in Ihrem Wandergepäck dabei haben sollten. Natürlich sollte jeder

selbst entscheiden was er wirklich braucht. Am besten lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten. Denn, dann sind Sie gut ausgerüstet für Ihre Wanderung. Weitere Tipps zur perfekten „Wandervorbereitung“ findet ihr unter: www.wandern.com

Wandern? Ja – mit der richtigen Wanderbekleidung!

Unsere Füße tragen uns überall hin, deshalb sind Wanderschuhe mit einer guten Passform und gutem Material besonders wichtig.
Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich Wanderschuhe nach Profil, Schafthöhe und Material.

Sehr oft werden Schuhe in Klassen unterteilt:
Klasse A: leichte Schuhe für den Alltag und gute Wanderwege.
Klasse B: knöchelhohe Schuhe, die guten Halt bieten, sind gut für leichte Bergtouren geeignet.
Klasse C: robuste Schuhe sind für anspruchsvolle und weglose Touren und Gletscherwanderungen geeignet.
Klasse D: sehr robuste Schuhe, die für Extremtouren geeignet sind.

Das Gewicht der Wanderschuhe spielt eine große Rolle, denn je leichter die Schuhe, desto angenehmer das Gehen.
Sie sollten darauf achten, dass Ihre Wanderschuhe atmungsaktiv und wasserabweisend sind.
Je nach Einsatzgebiet liegen gute Wanderschuhe zwischen 100,00 – 400,00 EUR.

Wichtig sind auch gute Strümpfe, da sie die Verbindung zwischen Fuß und Schuh darstellen. Strümpfe dienen dazu, den Schweiß abzuleiten und gleichzeitig zu wärmen. Wandersocken bekommen Sie in unterschiedlicher Dicke, denn auch im Sommer sollten Sie nicht auf dünne Strümpfe verzichten, denn so können Sie Blasen vorbeugen.

Eingeschworene Wanderer sind der Meinung, dass man Strümpfe immer 1-2 Nummern kleiner als die eigentliche Schuhgröße kaufen sollte, denn so werden sie zu einer „Zweiten Haut“.

Gute Strümpfe bekommen Sie schon ab 10,00 EUR.

Die optimale Jacke für eine Wanderung ist regendicht und dennoch atmungsaktiv, denn vor allem im Gebirge ist das Wetter sehr wechselhaft. Taschen und zusätzliche Fächer schaffen Platz für Kleinigkeiten des täglichen Gebrauchs wie Snacks, Handy oder Fotoapparat. Auch die Kapuze sollte nicht vernachlässigt werden. Bequem mit richtiger Passform lässt sich eine gute Kapuze bei Starkregen gut verschließen, ohne das Sichtfeld einzuschränken. Softshelljacken sind bequeme, wasser- und windabweisende Jacken, die sich dehnen lassen und sich dem Körper gut anpassen. Hardshell steckt häufig in den sogenannten Funktionsjacken. Diese Kleidung besteht aus mehreren Folienschichten und steht Regenjacken in nichts nach. Für Wanderungen bei extremen Wetterbedingungen sind Hardshells den Softshells vorzuziehen. Einzige Nachteile sind das Rascheln und die weniger gute Körperanpassung.

Angaben über die Wassersäule beziehen sich nur auf das Material. Bei Starkregen dringt nicht selten Wasser durch die Nähte. Eine zusätzliche dünne Regenjacke ist sinnvoll, vor allem, wenn die Funktionsjacke neu ist und noch keine Bewährungsprobe im Regen hinter sich hat.

Eine gute Wanderhose ist atmungsaktiv und stabil. Sie sollte so weit sein, dass bei Kälte noch eine weitere Hose darunter gezogen werden kann. Jeans- und Lederhosen sind nur bedingt geeignet. Durchgesetzt haben sich Hosen aus Kunststoffen wie Polyester oder Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester.

Ob kurz, halblang oder lang, entscheidet der Einsatz. Bei wechselhaftem Wetter bewähren sich Zipphosen, die sich durch Abtrennen der Hosenbeine in eine kurze Hose verwandeln. Erfahrene Bergwanderer tragen im Sommer häufig Kniebundhosen in Kombination mit Kniestrümpfen.

Bei kühler Witterung gehört auch ein warmer Pullover in das Gepäck. Fleecepullover oder -jacken haben den Vorteil bei geringem Gewicht sehr warm zu halten. Noch besser wärmen Wollpullover. Diese machen sich jedoch beim Gewicht bemerkbar.
Hemden haben den Vorteil, dass sie dünn sind und schnell trocknen. Bei steigenden Temperaturen lassen sie sich aufknöpfen und hochkrempeln. Sie sollten aber nicht zu eng sein und sich gut in die Hose stecken lassen, ohne bei Bewegung raus zu rutschen. Hemden und Blusen aus Funktionsgewebe sind besonders atmungsaktiv und kleben bei höheren Temperaturen nicht an der Haut.
Auch die Unterwäsche muss atmungsaktiv sein, denn die beste Wanderbekleidung bringt nichts, wenn die Wäsche, die direkt am Körper anliegt, einem zum Schwitzen springt. Unterwäsche aus Mikrofaser nimmt keine Feuchtigkeit auf, sondern leitet sie nach außen. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden, sondern gezielt Funktionsunterwäsche gewählt werden.
Fausthandschuhe halten wärmer, schränken aber in der Feinmotorik ein. Als Alternative eignen sich Fingerhandschuhe mit Fäustlingsüberzug, der sich bei Bedarf nach hinten klappen lässt. So warm Wollhandschuhe auch sind, bei Regen sind sie schnell durchnässt. Wasserabweisende und gut isolierte Handschuhe sind allen anderen vorzuziehen. Thinsulate-Handschuhe eignen sich nur für leichte Touren im geringen Minusbereich. Mützen müssen in erster Linie warm halten ohne zu verrutschen. Atmungsaktivität ist wichtiger als wasserabweisende Eigenschaften, denn bei Regen lässt sich zusätzlich die Kapuze überziehen.

Für Winterwanderungen sind Mützen mit Gesichtsschutz gut geeignet. Ein Allrounder ist der Buff, ein Tuch in Form eines Schlauches, das sich als Schal, Sturmhaube, Stirnband und anderes verwenden kann.