Tageswanderungen in Bad Salzuflen

Mit unseren Tageswanderungen in Bad Salzuflen entdecken Sie die historische Altstadt, genießen Sie die Blütenpracht im Kurpark und erkunden Sie den Landschaftsgarten und die

nahegelegenen Waldgebiete. Erleben Sie Erholung und Natur eingebettet in die reizvolle Wald- und Hügellandschaft des Teutoburger Waldes. Erleben Sie Bad Salzuflen.

Viel Spaß beim Wandern!

Weg mit überwiegend sanften Steigungen mit gut ausgebauten Wegebelägen, aber auch Trampelpfade und unebene Steilstrecken.

Stumpfer Turm: Er ist Überrest einer alten Wehranlage und diente den Salzuflern vor allem dazu, die zur Weser führende Salzstraße zu überwachen. Die Wächter hatten hier einen guten Überblick und konnten bei Gefahr ihre Kollegen auf dem „Katzenturm“ in der Stadt durch Lichtsignale warnen. Der Turm wurde im 30-jährigen Krieg zerstört; er ist nicht begehbar.
Um die alte Handelsstraße am Stumpfen Turm ranken sich Sagen und Erzählungen. So fürchteten sich die Fuhrleute früherer Zeiten, die Straße nach Einbruch der Dunkelheit zu befahren. Dann nämlich sollte hier der schwarze Hund umgehen, der jedem Nutzer der Straße in den Nacken sprang, der sich irgendwie mit Schuld beladen hatte.

Außerdem soll sich am Stumpfen Turm eine „weiße Frau auf weißem Rosse“ gezeigt haben, die die Leute in Angst und Schrecken versetzte. Dabei soll sie ganz still und elfenhaft gewesen sein und nur auf einen Ritter gewartet haben, der sie aus ihrem Bann erlöst.

An heißen Tagen sollte die lange Steigung vom Salzetal zum Vierenberg in kühlen Morgenstunden zurückgelegt werden.

Der Weg ist vorwiegend gut ausgebaut. Er eignet sich in allen Jahreszeiten für einen ausgiebigen Spaziergang. Im letzten Drittel des Weges liegt ein Teil in der Sonne, sonst führt er meist durch Laubwald

Stuckenberg: Eine Senke erzählt von der jüngeren Geschichte des Stuckenberges. Der Berg ist während des Zweiten Weltkrieges Munitionsdepot gewesen. Er war hermetisch abgeriegelt und militärisches Sperrgebiet der deutschen Wehrmacht.

In großen Bunkern lagerte hier Munition. Nach dem Krieg wurden die Bunker gesprengt, ein Teil der Munition wurde dadurch in die angrenzenden Waldstücke als Blindgänger geschleudert. Bis heute ist immer wieder der Kampfmittelräumdienst unterwegs, um diese Munition aufzuspüren.

Die Wegstrecke liegt bis auf kurze Abschnitte im Schatten und ist im Sommer angenehm zu begehen. Im Winter ist ein Abschnitt von etwa 1000 Metern ungeschützt dem Wind ausgesetzt.

Fischreiher: Der Fischreiher oder Graureiher (Ardea cenerea) ist in Deutschland häufig zu sehen. Mit einer Größe von etwa 90 cm, einer Flügelspannweite bis zu 170 cm und einem Gewicht von bis zu 2 kg zählt er zu den imposantesten der in Deutschland lebenden Großvögel. Wenn er fliegt, ist sein lauter Ruf „kraik“ gut zu hören. Graureiher brüten selten einzeln, sie sind vor allem Koloniebrüter. Reiher nutzen gern immer wieder die gleichen Brutplätze, es gibt Kolonien, die über 100 Jahre alt sind. Sie ernähren sich besonders gern von Fisch, verschmähen aber auch Mäuse und anderes Kleingetier (Insekten) nicht. Pro Tag braucht ein Reiher etwa 500 g Nahrung, eine große Reiherkolonie ist von Fischzüchtern deshalb mit Recht gefürchtet.
Ende März legen die Weibchen drei bis fünf Eier. Nach etwa 26 Tagen schlüpfen die Jungen, sie bleiben sechs bis sieben Wochen im Nest.

Als Jäger sind die Fischreiher Einzelgänger, in der Brutkolonie ist dagegen Geselligkeit angesagt. Aus dieser Spaltung haben die Vögel ein umfangreiches und gestenreiches Ritual entwickelt, das ein friedliches Miteinander ermöglicht.

Schwaghof-Legende: Um den alten Schwaghof und das Schwaghofbachtal spinnen sich alte Geschichten. Hier soll einst die Frau des Meyers zu Schwabedissen gewohnt und ihren Schwager umgebracht haben. Die Leiche soll sie in einem der Schwaghofteiche versenkt haben. Bei einer Gerichtsverhandlung (die es wirklich gab) wurde sie freigesprochen, kurz darauf starb sie. Und seitdem soll sie in stürmischen Nächten dazu verurteilt sein, die Teiche mit einem Krug ohne Boden auszuschöpfen, als Sühne für ihre Tat. Angetrieben wird sie dabei von einem Reiter auf weißem Pferd, dem „alten Hans von Seligenwörden“, so wird erzählt. Ihr Ächzen und Stöhnen soll sogar Holzdiebe von dieser Gegend fern gehalten haben.